Alex-Mord: Verdächtiger stellt sich

Im Fall des Mordes an dem 20-jährigen Jonny K. am Berliner Alexanderplatz im Oktober hat sich ein Tatverdächtiger gestellt. Die Berliner Polizei teilt dazu am 22. November 2012 mit:

„Heute Vormittag um 11 Uhr hat sich der mutmaßlich tatbeteiligte 21-jährige Hüseyin I. im Beisein seines Verteidigers bei der Mordkommission gestellt.

Der Beschuldigte wird derzeit vernommen. Die Staatsanwaltschaft wird ihn heute Nachmittag zur Verkündung des Haftbefehls wegen Körperverletzung mit Todesfolge einem Ermittlungsrichter vorführen.

Bezüglich des 19-jährigen Beschuldigten Osman A., der gegen den Haftbefehl und die Haftfortdauerentscheidung des Ermittlungsrichters Beschwerde eingelegt hatte, hat das Landgericht Berlin heute die Haftbeschwerde verworfen. Der Beschuldigte bleibt somit zunächst weiter in Untersuchungshaft.

Zwei weitere mutmaßliche Mittäter sind derzeit noch flüchtig. Die Ermittlungen dauern an.“

Auffallend ist die Diskrepanz in diesem Fall zu dem des Kölner Ratsmitglied Jörg Uckermann. Dem 44-jährigen Kommunalpolitiker wird vorgeworfen, in mehreren Fällen Sitzungsgelder unrechtmäßig erlangt zu haben, und zwar in Höhe von weniger als 18 Euro je Fall. Dafür wurden 17 Büros und Wohnungen von 15 Pro-Köln-Mitgliedern durchsucht, und Uckermann wurde spektakulär verhaftet und inhaftiert. Jene Personen dagegen, die etwas mit dem Tod von Jonny K. zu tun haben, können sich mehr oder weniger aussuchen, ob sie den weiteren Verlauf der Ermittlungen aus der Türkei oder in Deutschland beobachten wollen. Mit Festnahmen hatte es hier die Obrigkeit nicht eilig. Es geht ja auch lediglich um ein Menschenleben – was soll’s?

Kein Wunder, daß immer mehr Bürger das Vertrauen in den Rechtsstaat verlieren!

Kategorie: DeutschlandNachrichten

Kommentare (3)

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  1. Michael Marcellus sagt:

    Ich frage mich immer wieder, wie es möglich ist, dass viele dieser Asylbewerber, die dieses Asylrecht nur ausnutzen, in der Lage sind, hier zu bleiben???

  2. Mario Malonn sagt:

    @Michael Marcellus
    Bundesdeutsches Recht lässt das zu. Aber, unsere Gesetze werden vom Bundestag gemacht. Und wir können diese Gesetze ändern.
    2013 pro Deutschland wählen!

  3. Wahrfinder sagt:

    Und ich empfinde es als Ausdruck des Hasses des deutschen Staates auf seine eigenen Staatsbürger.
    Es lebe alles, was den Deutschen schadet.
    Kennen Sie nicht den Schlachtruf:
    “Nie – Nie – Nie wieder Deutschland”?
    Man möge sich ausmalen, wer alles sich diesem Motto verpflichtet fühlt.