‚Lerneffekt’ über Strafe für Täter
Nach einer Massenschlägerei im Neuköllner „Columbiabad“ hat der Neuköllner JU-Vorsitzende Conrad Clemens gefordert, nach vergleichbaren Fällen die betroffenen Schwimmbäder für eine Woche zu schließen. Die Bürgerbewegung pro Deutschland kritisiert diesen Vorschlag und weist ihn als unangemessen zurück.
Es ist unverhältnismäßig die Neuköllner Bevölkerung – gerade an heißen Tagen – für das Fehlverhalten gewaltbereiter Besucher oder Besuchergruppen „zu bestrafen“. Herr Clemens übersieht zudem die finanziellen Auswirkungen einer einwöchigen Schließung. Gerade an heißen Sommertagen führt dies sicherlich zu Ausfällen, die nur schwer aufzufangen sind.
Pro Deutschland fordert in solchen Fällen die Bestrafung der Täter nach dem – von der Jugendrichterin Heisig – entwickelten „Neuköllner Modells“. Wer den öffentlichen Frieden in einer derart rücksichtslosen Art, vor den Augen von Familien, Kindern und allen anderen Badbesuchern, beeinträchtigt muss möglichst schnell vor Gericht gestellt werden und seine Strafe verbüßen. Nur so ist der von Clemens angestrebte „Lerneffekt“ erreichbar.
Kategorie: Berlin
















In Gesprächen mit Anstaltsleitungen in meiner langjährigen Erfahrung als Jugendschöffe hat sich heraus kristallisiert “nicht nur Frau Heisig, sondern auch Anstaltsleitungen” forderten schon vor mehreren Jahren zeitnahe Bestrafungen damit die Jugendlichen besser nachvollziehen können wofür sie bestraft werden.