Neukölln

Rettung durch private Sicherheitskräfte?

Die Bürgerbewegung pro Deutschland steht dem Plan des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky, private Sicherheitsdienste mit dem Schutz der Schulen im Stadtbezirk zu beauftragen, mit wohlwollender Skepsis gegenüber. Einerseits dürfe „sich der Staat nicht von der Wahrnehmung seiner Aufgaben, zu denen auch die Wahrung der inneren Sicherheit gehört“, zurückziehen, erklärt dazu der Bundesvorsitzende der Bürgerbewegung, Manfred Rouhs. Andererseits, so Rouhs, sei Buschkowsky für seine Offenheit zu danken. Der SPD-Politiker erklärte zur Begründung seines Vorschlags: „Der Schritt ist unausweichlich. Wir können den Eltern sonst den Schutz und die Sicherheit ihrer Kinder nicht mehr garantieren.“


Neukölln ist überall

Der Ruf unseres Stadtbezirks ist „filmreif“. Nachrichten aus Neukölln sind meistens Horrormeldungen. Hier wird vorweggenommen, was anderswo noch bevorsteht, wenn nichts geschieht. Vom Zeitungslesen über Neukölln kann einem genauso schlecht werden wie an manchen Tagen vom Blick aus dem Fenster. So wie zum Jahreswechsel, als wieder einmal eine Libanesen-Gang zugeschlagen hat. Wie die „Berliner Zeitung“ meldete, „wurden in Neukölln zwei junge Männer in einem BVG-Bus von etwa zehn Jugendlichen angegriffen.“ Die weitere Schilderung in dem Zeitungsbericht läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Die beiden Opfer saßen im Oberdeck eines Busses der Linie 181, als sie gegen 19.25 Uhr von den anderen angepöbelt wurden. Nach Auskunft der Polizei handelte es sich bei den Angreifern um eine Gang arabischer Jugendlicher, die die Männer aufforderte, Zigaretten, Handys und Geld herauszugeben.

Weil sich der 18-jährige Pawel S. weigerte, schlug ihm einer aus der Gang mit der Faust sofort mehrfach auf die Nase. Sein ein Jahr jüngerer Freund Tom S. wollte ihn verteidigen und wurde ebenfalls geschlagen, getreten und mit einem Messer mehrfach in den Rücken gestochen. Die Täter stießen Pawel S. die hintere Bustreppe hinunter in das Unterdeck. Er konnte sich aufrappeln, nach vorn rennen und den Busfahrer informieren. Doch die Angreifer keilten ihn auf der vorderen Sitzreihe ein und schlugen und traten weiter auf ihn ein.

Als der Bus an der Haltestelle Rotkopfweg hielt, flüchteten die Schläger in Richtung Britzer Garten. Der Busfahrer fuhr aus noch unbekanntem Grund weiter und hielt erst eine Station später an der Mohriner Allee an. Dort alarmierten er und ein Fahrgast die Polizei. Ein Notarzt übernahm die Versorgung des 17-jährigen Schwerverletzten, der mit mehreren Messerstichen sowie mit Schwellungen im Gesicht in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Der 18-Jährige Pawel S. erlitt einen Nasenbeinbruch und wurde ambulant behandelt.

Polizisten suchten danach den Grünstreifen und den Park ab. Auch ein Hubschrauber wurde bei der Suche eingesetzt. Gegen 0.30 Uhr stieß eine Zivilstreife des örtlichen Polizeiabschnitts auf der Straße Alt-Rudow auf neun Jugendliche. Einer von ihnen, ein 15-Jähriger, hatte Blut an der Kleidung und ein gelbes Kapuzen-Shirt an, das der Beschreibung durch die beiden Opfer entsprach. Der Jugendliche, der zu einer polizeibekannten libanesischen Großfamilie gehört und bereits durch mehrere Straftaten aufgefallen war, wurde festgenommen. Gestern Mittag musste ihn die Polizei aber wieder freilassen, weil die Opfer ihn nicht hundertprozentig identifizieren konnten.“

Wieder einmal zeigt sich: Das Idealbild einer harmonischen multi-kulturellen Gesellschaft, in der es Deutschen und Ausländern gut geht, ist in Berlin längst an der Wirklichkeit gescheitert. Pro Deutschland sagt: „Multi-Kulti? – Nein Danke!“ Und wir fordern ein hartes Durchgreifen der Polizei: „Opferschutz vor Täterschutz!“